
Werden die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer ihre Altersversorgung auf dem Rücken ihrer deutlich weniger zahlreichen Nachkommen austragen?
Oder wird diese Generation ihre Ansprüche zurückschrauben und als Vorbild einer neuen Generation Lebensideale, Eigenverantwortung und Unabhängigkeit in späteren Jahren in die Geschichtsbücher eingehen?
Laurence J. Kotlikoff, führender Experte für die Generationenfrage an der Boston University, sieht die Lage noch düster und spricht beim heutigen Stand der Dinge von einem drohenden «Kindesmissbrauch».
Damit Impulse für mehr Generationenfairness entstehen, will die Stiftung powerAge die Pioniergeneration der Babyboomer anstiften, dem Konzept «Altern» in ihrem sogenannten 3. Alter für sich und kommende Generationen eine neue Richtung zu geben.

Mit diesem Ziel ruft die Stiftung Initiativen ins Leben, entwickelt Dienstleistungen und organisiert Netzwerke. Mit praktischen Anregungen im Rahmen von powerAging- Partnerschaften will sie diese Jahrgänge ermutigen, für sich und kommende Generationen mehr Verantwortung zu übernehmen und traditionelle, passive und kurzlebige Altersvorstellungen früherer Generationen zu überwinden.
Das muss keine Utopie bleiben. Die Chancen, mit einem solchen Aufruf bei den neuen Altersgruppen etwas zu bewegen, sind durchaus vielversprechend.
1968 wollte die unruhigste und idealistischste Generation des 20. Jahrhunderts nicht mehr wie früher erwachsen werden. Und vierzig Jahre später haben die wenigsten Boomer Lust, wie früher alt zu werden. In den ersten Jahrzehnten des 21. Jahr hunderts könnten die Jahrgänge 1946 bis 1964 die klassischen Vorstellungen vom «Ruhestand » weit mehr revolutionieren als je eine Generation zuvor.